Motivation und Selbstmanagement

Gelingende (Arbeits-)Beziehungen: Die Positivitätsresonanz macht den Unterschied

Relationships verkleinertLiebe Frauen! Liebe Leserin!

„Positivitätsresonanz“ – was ist denn das? … werden Sie sich wahrscheinlich an dieser Stelle fragen. Ich kannte den Begriff bis vor kurzem auch noch nicht. Barbara Fredrickson, die Sie vielleicht schon aus meinem Artikel über die Positiven Emotionen kennen, hat diesen Begriff geprägt. In Ihrem Buch Die Macht der Liebe – den englischen Titel „Love 2.0“ finde ich sehr viel besser – verlangt Barbara Fredrickson, dass wir uns von unseren bisherigen Vorstellungen von Liebe, sprich der Liebe 1.0, verabschieden.

Liebe 1.0 versus Liebe 2.0

Wenn wir im herkömmlichen Sinne über die Liebe sprechen, dann verstehen wir darunter eine romantisch verklärte, exklusive, langanhaltende Beziehung zwischen zwei Partnern.

Die neue Liebe 2.0 so wie Barbara Fredrickson sie definiert, sieht dagegen ganz anders aus und verlangt von uns ein Umdenken:

  • Sie ist eine positive Emotion, so wie Freude, Dankbarkeit, Inspiration, Interesse usw. auch.
  • Barbara Fredrickson sieht in ihr die höchste positive Emotion, da sie mehr Einfluss auf unsere Entwicklung und unser Wachstum hat als alle anderen positiven Emotionen.
  • Sie ist, wie alle positiven Emotionen, flüchtig und nur nur von kurzer Dauer.
  • Sie kann jederzeit – auch zwischen fremden Personen – auftreten.
  • Sie besteht aus vielen kleinen Momenten (sogenannten Mikromomenten) der Verbundenheit, in denen Positivitätsresonanz entsteht.

Mikromomente der Positivitätsresonanz

Die Liebe 2.0 ist, basierend auf der Emotionsforschung von Barbara Fredrickson, eine Positivitätsresonanz zwischen zwei (oder mehreren) Personen. Sie entsteht genau dann, wenn drei Gegebenheiten zusammenkommen:

  • Die Personen teilen eine oder mehrere positive Emotionen.
  • Eine Übereinstimmung (Synchronizität) im Verhalten und auf körperlicher Ebene entsteht.
  • Jede Person wird zu gegenseitiger Fürsorge motiviert und möchte zum Wohlbefinden der anderen Person beitragen.

In Mikromomenten der Positiviätsresonanz spiegeln wir unser Gegenüber (auch im Gehirn) und fühlen uns größer als wir selbst.

Positive Auswirkungen

In zahlreichen Studien hat Barabara Fredrickson nachgewiesen, dass möglichst viele Momente der Verbundenheit u.a.

  • unsere Gesundheit verbessern; so steigt der der Vagotonus, ein Maßstab für unsere Gesundheit, ebenso wie die antivirale Abwehr und Entzündungsreaktionen sinken,
  • depressive Symptome und das Gefühl von Einsamkeit gehen nach unten und
  • unsere Resilienz (Widerstandskraft) wächst.

Gute Gründe, sich mehr Positivitätsresonanz ins (Arbeits-)Leben zu holen, finden Sie nicht auch?

Herzliche Grüße
Ihre/Eure Gaby Regler